Rehkitz-Rettung mit Technologieeinsatz

Jährlich fallen unzählige junge Rehkitze in Feldern Mähmaschinen zum Opfer, da den Tieren in den ersten Lebensmonaten der Fluchtinstinkt fehlt. Technologische Entwicklungen ermöglichen es, dem entgegenzuwirken. Mit Wärmebilddrohnen werden die Kitze in den Feldern aufgespürt. Marco Alfter, Vorstandsvorsitzender der Kaiserschild-Stiftung und Jäger, nutzt dieses Hilfsmittel.

Die Mähsaison auf den Feldern stellt jedes Jahr eine große Gefahr für Rehkitze dar. Die jungen Tiere ducken sich, anstatt das Weite zu suchen, wenn Gefahr droht, und werden von Mähmaschinen oft tödlich verletzt. Die Suche nach den Kitzen in den Feldern vor dem Mähen gestaltet sich auf großen Flächen aufwendig, da sie in hohem Gras Schutz suchen und in den hochgewachsenen Feldern schwer zu entdecken sind. Der Einsatz von Drohnentechnologie, die auch von Partnern der Stiftung erforscht und weiterentwickelt wird, erleichtert die Suche und rettet das Leben vieler Kitze.

 

Drohnen haben sich in vielerlei Hinsicht als adäquates Hilfsmittel für die Überwachung und Suche aus der Luft erwiesen. Doch auch aus der Luft sind die Tiere im hohen Gras kaum zu erkennen. Erst die Kombination der Drohne mit einer Wärmebildkamera ermöglicht eine eindeutige Lokalisierung. Im Gegensatz zu aufwendigen herkömmlichen Methoden, kann mit dieser Herangehensweise in zwei Minuten ein Hektar Land abgesucht werden. Die Suche muss jedoch frühmorgens beginnen, da die aufgehende Sonne den Boden aufheizt, wodurch die Lokalisierung der Kitze erschwert wird.

 

Ist ein Kitz gefunden, wird es mit viel Gras hochgehoben, damit es keinen menschlichen Geruch annimmt, und an den Feldrand getragen.