Kaiserschild Lectures: Podiumsdiskussion zu Innovation

Zum Auftakt der diesjährigen Kaiserschild Lectures diskutierten Expert:innen in Wien, was Innovation wirklich bedeutet – und warum sie weit über technische Neuerungen hinausgeht und immer auch ein gesellschaftlicher Prozess ist.

Die Fragen, die im Zentrum der Podiumsdiskussion standen, lauteten: Was ist Innovation, wie entsteht sie und welche Wirkung kann sie entfalten? Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Postgraduate Center der Universität Wien im Ateliertheater Wien statt und wurde von Lena Yadlapalli (Leiterin APA Science) moderiert.

Elisabeth Unterfrauner (Zentrum für Soziale Innovation), Eugenia Stamboliev (Universität Wien) und Georg Russegger (LBG Open Innovation in Science Center) machten deutlich, dass Innovation nicht bloß eine neue Idee oder Erfindung ist. Erst wenn Neuerungen tatsächlich angewendet, gesellschaftlich angenommen und wirksam werden, kann von Innovation gesprochen werden – unabhängig davon, ob es sich um technische oder soziale Veränderungen handelt.

Die Expert:innen betonten, dass bestehende Machtstrukturen und Infrastrukturen tiefgreifende Veränderungen bremsen können und dass ein zu eng gefasstes Innovationsverständnis hinderlich ist. Nachhaltige Innovation erfordere daher Teilhabe, Empowerment und eine klare Orientierung am gesellschaftlichen Nutzen statt an kurzfristigen Marktinteressen.