Wissenschaftswerkstatt

Forschung an Neuen Mittelschulen

Das Projekt Wissenschaftswerkstatt möchte wissenschaftliche Herangehensweisen im Mittelschulbereich etablieren und setzt dabei auf hohe didaktische Standards.

Schüler*innen an Neuen Mittelschulen (NMS) erhalten im Rahmen von Workshops die Chance, sich intensiv und auf experimentellem Niveau mit Fragestellungen aus mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereichen auseinanderzusetzen. Ziel dieses Projekts ist es, Kinder darin zu bestärken, forschend Phänomene in ihrer Umwelt zu betrachten, Fragen zu stellen und zu deren Lösung beizutragen. Die Wissenschaftswerkstatt ist ein Vermittlungsangebot, das Schüler*innen in ihrer Problemlösungskompetenz stärkt, neue Bildungs- und Berufswege aufzeigt und früh die Hemmschwelle zu Wissenschaft und Forschung abbaut.

Die Workshops sind für Kleingruppen konzipiert, um ein optimales Betreuungsverhältnis zu gewährleisten und allen Schüler*innen die Chance zu geben, sich einzubringen. Ausgebildete Betreuer*innen leiten die Teilnehmenden bei den Experimenten an, wobei vor allem Alltagsphänomene untersucht werden, um die Relevanz von Wissenschaft und Forschung für das alltägliche Leben aufzuzeigen. Damit folgt die Wissenschaftswerkstatt einem Public Science-Ansatz, der wissenschaftliche Methoden nicht nur einer forschenden Elite vorbehalten sieht, sondern allen Altersgruppen und gesellschaftlichen Schichten zugänglich machen möchte.

Dies drückt sich auch darin aus, dass die teilnehmenden Schüler*innen die Ergebnisse ihrer Arbeit am Ende des Schuljahres Eltern, Verwandten und Mitschüler*innen präsentieren.

Die Wissenschaftswerkstatt ist ein langfristig angelegtes Projekt, das die teilnehmenden Schüler*innen über vier Jahre hinweg durch die Neue Mittelschule begleitet. Der erste vierjährige Projektdurchlauf in der Steiermark ging 2018 zu Ende und eine begleitende Evaluation hat gezeigt, dass die Selbstkonzepte, die kognitive Lernaktivität und die intrinsische Motivation der teilnehmenden Schüler*innen, bezogen auf naturwissenschaftliche Fächer, deutlich über dem Durschnitt liegen. Zudem gelingt es der Wissenschaftswerkstatt diesbezügliche geschlechtsspezifische Unterschiede zu verringern und Mädchen ein positives Selbstbild in naturwissenschaftlichen Kontexten zu vermitteln.

Die Karl-Franzens-Universität Graz begleitet das Projekt didaktisch und wissenschaftlich. Auf Basis von Evaluationen wird das Projekt kontinuierlich optimiert. Derzeit wird die Wissenschaftswerkstatt in der Steiermark und Kärnten umgesetzt.

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